"Verblendung" (Originaltitel: "Män som hatar kvinnor") ist der erste Teil der Millennium-Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson, erschienen im Heyne Verlag. Der Roman ist ein spannender Kriminalroman mit Elementen des Politthrillers und des investigativen Journalismus.
Die Geschichte dreht sich um den Journalisten Mikael Blomkvist, der von dem mächtigen Industriellen Henrik Vanger beauftragt wird, den Fall des Verschwindens seiner Nichte Harriet Vanger vor 40 Jahren zu untersuchen. Harriet verschwand spurlos auf einer kleinen Insel vor der schwedischen Küste. Blomkvist arbeitet bei seinen Recherchen mit der tatkräftigen und eigenwilligen Hacker-Expertin Lisbeth Salander zusammen.
Die Ermittlungen führen Blomkvist und Salander in die dunkle Unterwelt Schwedens und enthüllen ein Netz aus Familiengeheimnissen, Gewalt, sexueller Ausbeutung und Machtmissbrauch, das über Jahrzehnte hinweg vertuscht wurde. Dabei stossen sie auf eine Reihe von Morden und erschreckende Wahrheiten über die Familie Vanger. Die Geschichte ist gekennzeichnet durch packende Wendungen, detaillierte Beschreibungen und eine komplexe Charakterzeichnung, die sowohl die Protagonisten als auch die Antagonisten vielschichtig darstellt. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander, die sich im Laufe der Ermittlungen entwickelt, ist ein zentrales Element des Romans.
"Verblendung" besticht durch seinen fesselnden Plot, die intensive Atmosphäre und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen wie Sexismus, Gewalt und Machtstrukturen. Es ist ein komplexer und vielschichtiger Roman, der den Leser bis zum Schluss in Atem hält.