"Remainder" von Tom McCarthy, verlegt von Alma Books, ist ein Roman, der sich mit den Themen Erinnerung, Identität und Realität auseinandersetzt. Der namenlose Protagonist erhält nach einem traumatischen Ereignis eine grosse Geldsumme und beschliesst, seine Vergangenheit nachzustellen. Er tut dies mit einer erschreckenden Genauigkeit und besessenheit, wobei er Schauspieler und andere Personen anheuert, um präzise Szenen aus seinen Fragmentarischen Erinnerungen nachzubilden. Der Roman ist experimentell im Stil, mit wiederkehrenden Motiven und einer ungewöhnlichen Erzählstruktur, die die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen. Er ist bekannt für seinen philosophischen Tiefgang und seine metafiktionalen Elemente, die den Leser dazu zwingen, die Natur der Erinnerung und die Konstruktion von Wirklichkeit zu hinterfragen. Die Übersetzung des Titels "Remainder" (dt. "Rest") deutet auf die fragmentierten Überreste der Erinnerung hin, mit denen der Protagonist ringt.