Ursula Krechels Roman erzählt die Geschichte von Richard Kornitzer, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem kubanischen Exil nach Deutschland zurückkehrt. Er kämpft darum, seine berufliche Stellung als Richter wiederzuerlangen und seine während der NS-Zeit zerstreute Familie wieder zu vereinen. Das Werk dokumentiert eindrucksvoll die grossen Mühen der Wiedergutmachung und die emotionalen Narben der Überlebenden in der Nachkriegsgesellschaft. Es ist ein tiefgründiges Porträt eines Mannes, der in einer zerstörten Heimat nach seinem Recht und seiner Identität sucht.