Alfred Herzkas "Kuba - Abschied vom Kommandanten" (Suhrkamp Verlag) ist ein Reportagebuch, das die kubanische Gesellschaft im Kontext des sich abzeichnenden Endes der Fidel-Castro-Ära beschreibt. Herzka zeichnet kein rein hagiografisches oder rein kritisches Bild, sondern versucht, die komplexe Realität Kubas nuanciert darzustellen.
Das Buch beleuchtet die Hoffnungen und Enttäuschungen der Kubaner, die nach Jahrzehnten des Castroismus mit dem Tod des Comandante und dem Amtsantritt seines Bruders Raúl eine ungewisse Zukunft vor sich sehen. Herzka schildert die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, den Mangel an Freiheiten und die ambivalente Haltung vieler Kubaner gegenüber dem Regime. Ein wichtiger Aspekt des Buches dürfte die Analyse der gesellschaftlichen Veränderungen sein, die durch den Übergangsprozess ausgelöst wurden. Wahrscheinlich beschreibt Herzka nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Aspekte, sondern auch die Auswirkungen auf den Alltag der Menschen, ihre Lebensbedingungen und ihre Perspektiven.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Kuba - Abschied vom Kommandanten" eine zeitgenössische Momentaufnahme Kubas bietet, die sich mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes im Umbruch auseinandersetzt. Es dürfte einen Einblick in die Stimmung der Bevölkerung und die Unsicherheiten geben, die mit dem Ende einer Ära verbunden waren.