Jean Améry entwirft in diesem Werk ein literarisches Porträt von Charles Bovary, dem oft geschmähten Ehemann aus Flauberts Klassiker. Er bricht eine Lanze für den bescheidenen Landarzt und rehabilitiert ihn gegen die herablassende Darstellung durch den ursprünglichen Autor. Améry verbindet dabei essayistische Reflexion mit erzählerischer Tiefe, um die tragische Figur neu zu bewerten. Es ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema der Durchschnittlichkeit und des Scheiterns.