Der Roman ""Aller Tage Abend"" von Jenny Erpenbeck erzählt die Lebensgeschichte einer namenlosen Protagonistin in fünf verschiedenen Versionen durch das 20. Jahrhundert. Jedes Kapitel beginnt mit einem möglichen Tod und stellt die Frage, wie das Leben verlaufen wäre, wenn dieser verhindert worden
wäre. Die Erzählung führt von der österreichischen Provinz über Wien und Moskau bis ins Berlin der Nachkriegszeit und verknüpft persönliche Schicksale mit den grossen politischen Umwälzungen ihrer Zeit.