"Die Schuld, die man trägt" von Hjorth & Rosenfeldt (rororo Verlag) ist ein spannender Kriminalroman, der sich um den Fall des ermordeten Politikers Lars Martinsson dreht. Die Ermittler Sebastian Bergman und Ingrid Bergman (keine Blutsverwandtschaft) werden mit dem scheinbar klaren Fall konfrontiert, der jedoch schnell eine unerwartete Wendung nimmt.
Die Ermittlungen führen die beiden in die dunklen Ecken der schwedischen Gesellschaft und enthüllen ein Netz aus Lügen, Verrat und Geheimnissen, die weit über den Mord an Martinsson hinausreichen. Der Roman zeichnet komplexe Charaktere mit persönlichen Dämonen, die ihre Arbeit und ihr Privatleben beeinflussen. Sebastian Bergman, der bereits in vorherigen Bänden der Reihe vorgestellt wurde, kämpft weiterhin mit seinen eigenen innerpsychischen Problemen, während Ingrid Bergman ihre Stärke und Entschlossenheit beweist.
Der Fokus liegt nicht nur auf der Lösung des Verbrechens, sondern auch auf den moralischen und ethischen Fragen, die sich aus den Taten der Beteiligten ergeben und der Frage, wie weit man gehen kann, um die Wahrheit zu finden, und welche Konsequenzen das hat. Die Autoren schaffen eine dichte Atmosphäre der Spannung und Ungewissheit, die den Leser bis zum Schluss fesselt. Der Roman besticht durch seine detailreichen Beschreibungen, die glaubwürdigen Charaktere und die unerwarteten Wendungen der Handlung. Kurz gesagt, es ist ein typischer Hjorth & Rosenfeldt-Krimi: spannend, düster und mit überraschenden Schlussfolgerungen.