»31 Songs« von Nick Hornby (Kiwi Verlag) ist kein Roman im herkömmlichen Sinne, sondern eine Sammlung von 31 kurzen Essays, die jeweils von einem Lied inspiriert sind. Hornby beschreibt nicht die Songs selbst im Detail, sondern nutzt sie als Ausgangspunkt für persönliche Reflexionen über sein Leben, seine Beziehungen, seine Familie und seine Beobachtungen der Welt. Die ausgewählten Songs stammen aus verschiedenen Genres und Epochen und repräsentieren Hornbys musikalischen Geschmack und seine persönlichen Erinnerungen.
Die Essays sind in ihrer Struktur unterschiedlich. Manchmal sind es Anekdoten, manchmal Beobachtungen über das Alltägliche, manchmal tiefsinnige Betrachtungen über Liebe, Verlust und das Älterwerden. Der verbindende Faden ist immer die Musik und die emotionale Wirkung der jeweiligen Songs auf den Autor. Der Schreibstil ist typisch Hornby: witzig, selbstreflektiert, scharfsinnig und sehr persönlich. Der Leser erhält einen intimen Einblick in das Leben des Autors und kann dabei gleichzeitig seine eigenen Erinnerungen und Assoziationen zu den genannten Songs aktivieren. Das Buch ist weniger eine musikwissenschaftliche Abhandlung als vielmehr ein persönliches Tagebuch, in dem die Musik als Katalysator für die Selbstbetrachtung dient. Es ist ein angenehm lockeres und unterhaltsames Leseerlebnis für alle, die Hornbys Schreibstil schätzen und Interesse an persönlichen Erzählungen mit einem musikalischen Hintergrund haben.